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Vom Tatort „Bildungsstreik“ zum Bürgermedienpreis
Redakteure der Radiowerkstatt nominiert als bester Nachwuchs
Als Ermittler der Sonderkommission „Schüler“ haben Ronny Haage, Hieu Trung Le und Hipolito Macamo im letzten Jahr vom Bildungsstreik in Erfurt berichtet. Für diesen Einsatz und die lückenlose Aufklärungsarbeit wurden sie nun belohnt – mit einer Nominierung beim Bürgermedienpreis 2010 der Mitteldeutschen Landesmedienanstalten. Bei der Preisverleihung am 03. September in Weimar durften die drei sich über eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 250 Euro freuen.
Die Jungs, die mittlerweile in die 11. Klasse des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Erfurt gehen, haben die Streikwoche vor einem Jahr begleitet und von den verschiedenen Aktionen berichtet. Sie sprachen mit den Organisatoren des Streiks, Befürwortern und Gegnern, dem Kultusministerium und natürlich mit den streikenden Schülern selbst.
Und noch immer sind Ronny, Hieu und Hipolito im Einsatz für die Radiowerkstatt. Als Redaktionsgruppe „Die Radio-Panthers“ gehen sie regelmäßig bei Radio Funkwerk auf Sendung.
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Die "Radio-Panthers" beim Bürgermedienpreis |
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Seine Leidenschaft ist die „Maularbeit“
Gerold Grove - Lesepate und Stimmtherapeut
In seinem beinahe vierzigjährigen Berufsleben war die Stimme für Gerold Grove das wichtigste Arbeitsinstrument. Und auch jetzt mit 65 lässt den Sprecherzieher und Sprachtherapeut seine Leidenschaft, die er augenzwinkernd „Maularbeit“ nennt, nicht los. Bei Radio Funkwerk liest er regelmäßig Märchen für den Fledermausfunk oder leiht Hörspiel-figuren seine Bassstimme.
In ganztägigen Workshops „Mirkophonsprechen“ konnten im August und September Nutzer der Thüringer Bürgerfunksender von seinen Erfahrungen profitieren. „Ein Bewusstsein zu schaffen für das Sprechen als ein professionell-kommunikatives Handeln“ ist ihm wichtig, so Gerold Grove.
Auch wenn der Rentner ehrenamtlich bei Radio Funkwerk tätig ist und immer noch als Stimmtherapeut arbeitet, nimmt er sich nun mehr Zeit, um mit seiner Frau zu verreisen oder einfach Thüringen mit dem Fahrrad zu erkunden.
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Lesepate Gerold Grove bei Kinder-Kult |
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Viel Arbeit für einen Fünf-Minuten-Beitrag
Praktikanten bei Radio Funkwerk
Wir, Antonia und Sebastian, haben im August und September ein Praktikum bei Radio Funkwerk gemacht. Am Anfang dachten wir, dass wir niemals verstehen würden, wie man die ganzen Knöpfe und Schalter im Studio bedient. Nach einigen Schulungseinheiten sollten wir unseren ersten Beitrag produzieren. Ja, aus so einer ganzen Woche Arbeit mit Recherchen, Interviews, Texten, Schnitt, Kürzen und „Atmobauen“ wird am Ende ein Hörstück von knapp fünf Minuten.
Mit der Zeit wurde es einfacher, wir schafften auch mal zwei bis drei Beiträge pro Woche. Und nicht jedes Thema war für uns auch auf den ersten Blick wirklich spannend. Aber wir lernten, dass eben das das Geschäft des Radiomachens ist, den interessantesten Drehpunkt an einem Thema zu finden.
Am Ende waren wir sogar bei der Außenübertragung vom Erfurter Bürgerfest dabei und wagten uns sogar ganz allein eine Livesendung.
Jetzt geht’s für Antonia zurück nach Leipzig, wo sie ihre Ausbildung zur Eventmanagerin abschließt und für Sebastian beginnt im Oktober ein Studium der Kommunikationswissenschaften in Erfurt.
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Antonia und Sebastian beim Bügerfest |
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