"air-leben" - Redaktionen und Sendungen

Wahlsendungen
Am 09.06.04 und am 23.04.04 jeweils um 15 Uhr und am 11.06.04 von 13 bis 16 Uhr auf Radio Funkwerk


Den Thüringern steht 2004 ein Wahlmarathon ins Haus. Zunächst heißt es, am 13. Juni bei den Kandidaten für das Europäische Parlament und für den Thüringer Landtag sein Kreuzchen zu machen; zwei Wochen später wollen die Thüringer Kommunalpolitiker gewählt werden. Grund genug für Nutzer des Offenen Hörfunkkanals Radio Funkwerk, eine Redaktionsgruppe "Wahlen" zu bilden. Die tagte seit April fast jede Woche und besteht aus Nutzern im Alter von 16 bis knapp 70 Jahren. Das nötige journalistische Rüstzeug vermittelte ihnen ein Seminar Wahlberichterstattung "Wider die Politikverdrossenheit" im Mai mit Dr. Michael Plote, freier Journalist und Medienberater. Er vermittelte zunächst Grundlagen, z.B. wie parlamentarische Demokratie funktioniert, wie sich Politiker in den Medien "verkaufen" oder welche Wahlsysteme es gibt und wie sie funktionieren. Besonders großes Interesse fanden die Fragetechniken, um von den Politprofis handfeste Auskünfte zu bekommen und entsprechende Nachfragen zustellen. Dieses neue Wissen konnten die Nutzer beim Erarbeiten des Fragekataloges für die eingeladenen Kandidaten aller Parteien auch sofort anwenden. Die Kandidaten des Europaparlamentes mussten ein Quiz zu ihrem angestrebten Arbeitsplatz beantworten - keine große Hürde für die routinierten Politiker. Am 11. Juni ist es soweit: Nach vielen Stunden interviewen, schneiden und vorbereiten geht die Wahlsondersendung von 13 bis 16 Uhr über live den Äther. Die Kinder und Jugendlichen von Rabatz haben in Vorbereitung ihrer Wahlsendungen eine Exkursion in den Landtag gemacht und den Abgeordneten "Löcher" in den Bauch gefragt: z.B. wie Gesetze gemacht werden, wie der Tag eines Abgeordneten so aussieht, ob da noch Zeit für die Familie bleibt, wie lang so eine Plenarsitzung ist, warum es da keine Mittagspause gibt und ob Landtagssitzungen auch manchmal langweilig sind. Sogar den ehemaligen Ministerpräsidenten Dr. Vogel hatten die Kids vor dem Mikro. Die Radiomacher stellen ihren Wahlrap vor, erklären das deutsche Wahlsystem für die jüngeren Hörer und lassen sich vom Wahlkreisleiter für Erfurt die komplizierte Organisation, die hinter den Kulissen abläuft, erläutern. Die Rabatz-Wahl-Sendungen sind am 9. und 23. Juni 2004 jeweils 15 Uhr bei Radio Funkwerk zu hören.


Den Thüringern steht 2004 ein
Wahlmarathon ins Haus.
(Ost)deutschland in den Augen Amerikas
Eine Sendung mit amerikanischen Studenten am 25. Juni 2004 um 14 Uhr


Schon seit sechs Jahren lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung junge Amerikaner für ein paar Tage nach Erfurt ein. Diesmal werden es 20 Studenten der Universitäten Columbia, John Hopkins, Princeton und Yale sein. Sie werden Weimar und Erfurt besichtigen und mit Thüringer Abgeordneten über die deutsche Realität nach dem Mauerfall diskutieren. Der letzte Tag ihres Thüringen-Besuches ist den Medien vorbehalten. Nach einem Besuch beim MDR informieren sie sich auch über den Offenen Kanal, Radio Funkwerk. Als Studiogäste von Reinhardt Hucke werden die Studenten von ihrer ersten Begegnung mit dem "Wilden Osten" live im Funkwerk berichten.

Die amerikanische Delegation 2003 vor
dem mdr-Landesfunkhaus

Rock am Dienstag
"Eiszeit" und Co


Der Dienstagabend auf Radio Funkwerk gehörte schon immer den Freunden der härteren Klängen - zuerst "The New Noize" und später kam Simone Pfundstein alias Betty Ford mit ihrer Sendung "The Taste of Rust" dazu. Als die sich entschloss für ein Jahr auf einer australischen Mangoplantage zu arbeiten, rückten gleich zwei Redaktionen nach: "Eiszeit" und "27 FM". Die Funkwerkkarriere Axel Heyders begann als "Praktikant" in der Sendung "Rockzeit". Hier schnupperte er Radioluft und fand Gefallen daran, Musik gegen den Mainstream zu spielen, die man beim täglichen Durchschalten nicht hört. Im April dieses Jahres nahm er allen Mut zusammen und selbst die Fader und die Verantwortung für die eigene Sendung in die Hand. Seit dem ist er alle zwei Wochen mit seiner Sendung "Eiszeit" bei Radio Funkwerk zu hören. Und natürlich hat er auch gleich "Praktikanten", die ihn bei der Livesendung unterstützten. In der Sendung stellen sie CDs vor und recherchieren für die Hörer Veranstaltungstipps. Beruflich ist Axel Heyder freier Journalist und Fotograf. Als solcher ist er oft auf Musikveranstaltungen unterwegs, um die Rockröhren vor Ort zu treffen und in Bildern festzuhalten. Von seinen Erlebnissen berichtet er dann in der "Eiszeit".


Axel Heyder und Stefan Jonson

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"27 FM" die Sendung des 27 Fingers Network

Axel Heyder mit der "Eiszeit" teilt sich den Sendeplatz mit den "Jungs" von "27 FM". Als bei Radio Lotte in Weimar ihr Sendeplatz anderweitig vergeben wurde, kamen Andre Bornemann und Maik Vollmann kurzer Hand zu Funkwerk. Der eine arbeitet als Rettungsassistent und der andere als freischaffender Künstler. Die beiden Freizeitmusiker sind Teil des 27 Fingers Network, einem Netzwerk von Bands, die sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam Musik machen. Unter dem Motto "Do it yourself" organisiert "27 FM" Konzerte, Touren und Veranstaltungen. Musikalisch können sich die beiden Freunde nicht auf eine gemeinsame Richtung einigen. Während "Volle" ( Maik Vollmann) gerne härter in die Saiten greift, schlägt Borne (Andre Bornemann) auch ruhigere Töne an. Das gibt der Sendung ein breites Musikspektrum in allen Schattierungen des Punk-Rock. Sie laden oft Studiogäste ein und sind ausgesprochene Liebhaber des "gehobenen" Nonsens.

Maik Vollmann und Andre Bornemann
125. Sendung der "Rockzeit" am 15. September 2004

Am 15. September feiert das Rockzeitteam um Thomas und Dirk sein fünfjähriges Jubiläum in der wahrscheinlich die 125. Rockzeitsendung. Klar, dass es an diesem Tag für den Hörer nicht nur handfeste Stromgitarrenmusik gibt. Vielmehr sind die beiden Moderatoren gerade dabei, einige Überraschungen zu planen. Alle Fans der Rockzeit können sich jetzt auch auf ein paar "fette" Preise freuen. Die Idee zu einer eigenen Sendung gab es schon lange, aber erst mit dem Sendestart von Funkwerk, konnte daraus auch etwas werden. "Wir hatten es irgendwie satt, immer die Musik der kommerziellen Sender hören zu müssen, die überhaupt nicht unserem Geschmack entsprach", erinnert sich Dirk. "Besonders die häufigen Wiederholungen der Titel ging uns auf den Wecker." Da beide AC/DC, Deep Purple, Iron Maiden und ähnliche Musik quasi mit der "Muttermilch" aufsogen, lag die Entscheidung für den Namen und den Inhalt der Sendung auf der Hand. Trotz ihrer persönlichen Favoriten versuchen die beiden Moderatoren in ihrer Sendung, die alle 14 Tage am Mittwoch von 19 bis 21 Uhr auf Radio Funkwerk zu hören ist, ein breites Publikum anzusprechen. Die Palette reicht heute von Hard Rock über Death Metal bis zu aktuelleren Gruppen. Die Sendung bietet dabei auch Thüringer Bands eine Plattform, ihre Musik auf dem Sender vorzustellen, die reichlich genutzt wird. Auch für die Veranstalter von Rockkonzerten ist die Sendung eine Art Institution geworden. Wer ein Konzert ankündigen möchte, der nimmt den Hörer in die Hand und ruft die Rockzeit an.


Thomas und Dirk von der Rockzeit

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