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  Informationen zu den einzelnen Schulungen
Öffnungszeiten der Studios
Montag bis Freitag: 10 – 20 Uhr, Samstag: 10 bis 18 Uhr

Wir bitten um rechtzeitige Voranmeldung für alle Schulungsveranstaltungen. Die Teilnahme an den Schulungen ist kostenlos.

 
Hier gehts zur Online-Anmeldung.
 

Informationen zu den Schulungen


Jetzt Schnitt

Einführung in das digitale Audio-Schnittsystem Samplitude
Die Kursteilnehmer lernen, O-Töne in den Computer einzuspielen und zu bearbeiten. Das heißt, Musik, Sprache und Geräusche zu arrangieren, um einen Beitrag oder einen Trailer zu produzieren. Wir zeigen beispielsweise, wie man Versprecher wieder raus schneiden, Musiktitel überblenden oder Effekte unterlegen kann. Neben der notwendigen Theorie gibt es viele praktische Übungen und Tipps. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.


Live on air

Einführung in die Technik des Sendestudios und Anleitung zum Fahren einer Live-Sendung
Auf den ersten Blick scheint ein Radio-Studio voll gestopft mit Technik. Dabei ist alles ganz einfach. In der Mitte befindet sich das Mischpult, rechts die Zuspielgeräte für die Tonträger und links der Computer. Die Kursteilnehmer lernen, wie man die Geräte bedient und welche Abläufe notwendig sind, damit keine "Sendelöcher" entstehen und der Pegel stimmt. Wir zeigen, wie der Faderstart funktioniert, was eine Blende ist, wie man einen Cue-Punkt setzt oder einen Titel vorhören kann. Neben Reglerschieben und Knöpfedrücken gibt es auch immer Tipps für die Gestaltung einer Live-Sendung und gegen Lampenfieber.


CORA - das ist Computerradio

 

Nutzung der Sendeablaufsteuerung
CORA - die vier Buchstaben stehen für ein File-Archiv und ein Programm, das man auch zur Vorbereitung und zum Fahren von Livesendungen nutzen kann. Wir erklären, wie man mit rund 7000 Titeln, Trailern und Jingles eine Playliste baut, was ein Fade oder ein Intro ist. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.


Tipps & Tricks für O-Ton-Jäger

Einführung in die mobile Reportagetechnik
O-Töne machen Radiobeiträge authentischer und bunter. Also macht sich der Radiomacher mit Mikro und Aufnahmegerät bewaffnet auf die Jagd. Doch nicht jede Aufnahme ist auch verwertbar. Manche geraten zu leise andere sind übersteuert oder die Hintergrundgeräusche sind zu dominant. Der Kurs vermittelt Grundlagen im professionellen Umgang mit dem Mikrofon und den Minidisc- bzw. Kassetten-Reportagegeräten.


Infotime

 

OK-Einführungsveranstaltung
Info-Time ist jeden ersten Dienstag im Monat um 17 Uhr. Hier braucht noch niemand eine Nutzeranmeldung ausfüllen. Interessenten erfahren, was ein Offener Kanal ist, bekommen eine Führung und Anregungen, wie man das Bürgerradio nutzen kann


In zwei Stunden durchs Radio

 

Ein unverbindliches Informationsangebot bei RABATZ für Schulklassen Jugendgruppen, Kindergärten und andere pädagogische Einrichtungen. Dabei erfahren die Kinder und Jugendlichen wie ein Radiosender von innen aussieht, wie sich Stimmen verändern lassen oder wie man Geräusche für ein Hörspiel herstellen kann. Außerdem werden Spiele und Übungen rund ums Medium Radio angeboten.


Sprechen und Lesen für das Radio

Sprech- und Textvorbereitung und Übungen
"Das klingt ja wie abgelesen" ist nicht unbedingt ein Kompliment für einen Radiosprecher. Die Kursteilnehmer lernen, wie man Texte so vorbereitet, dass kein "Lesesingsang" über den Äther geht und das Verstehen für den Hörer möglichst komfortabel gemacht wird.


Interviewtraining

Einführung, Fragetechnik und Übungen
Was kann ich tun, wenn mein Gesprächspartner gar nicht mehr aufhört zu reden? Was habe ich falsch gemacht, wenn mein Interviewpartner immer nur sehr einsilbig antwortet? Was ist eigentlich eine Suggestivfrage? Wie ist es mit der rechtlichen Seite? Und wie soll ich überhaupt mein Mikro halten? Was mache ich bei einer Straßenumfrage? Diese und andere Fragen sollen in diesem Kurs geklärt werden.


Bei Stimme bleiben, in Stimmung bringen

 

Sprechtraining für Anfänger
Die menschliche Stimme ist wie eine Visitenkarte. Radioneulinge lernen in diesem Kurs die Grundlagen der Stimmhygiene, üben den richtigen Gebrauch ihrer Stimme, aber auch Atemtechnik und die richtige Körperhaltung.


Sprechtraining für Fortgeschrittene

 

Sprechtraining für Fortgeschrittene
Säuglinge haben ein kraftvolles Organ. Nur warum strengt uns Erwachsene kraftvolles Sprechen so an? Weil wir nicht mehr aus dem Bauch sprechen. Kursinhalt sind Lese- und Moderationsübungen im Studio, aber auch die Auswertung von eigenem Tonmaterial.


(Fast) Alles was Recht ist

 

Einführung in das Presse- und Rundfunkrecht
Wer journalistisch arbeitet, braucht das richtige Handwerkszeug. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Berichterstatter hauptberuflicher Journalist ist oder Nutzer bei Radio Funkwerk. Die Kursteilnehmer lernen, welche Rechte sie bei der Informationsbeschaffung gegenüber einer Behörde oder einem Amt haben, aber auch wo die Grenzen der Berichterstattung liegen (z.B. Schutz der Privat- und Intimsphäre sowie das Verbot von Gewaltdarstellungen).


Schreiben für das Radio

 

Einführung und Übungen
Hören und Lesen sind ganz verschiedene Tätigkeiten. Darum ist Schreiben eben nicht gleich Schreiben. Wer für das Hören schreiben will, muss ein paar Spielregeln neu lernen. Es geht im Radio nicht darum, wie "gedruckt zu reden", aber auch nicht "wie einem der Schnabel gewachsen ist." Und weil versendet eben versendet ist, muss der Redakteur vorher wissen, wie er Informationen für seine Hörer aufbereitet, damit diese sie auch verstehen können. Im Radio müssen Sätze kurz und verständlich sein, denn hier kann man nicht nachlesen - und auch nicht nachhören. Dieser Kurs greift Texte aus Schrift-Medien auf und zeigt, wie sie in eine gute Hörform gebracht werden.


Spielregeln im journalistischen Alltag

 

Einführungsseminar
Wie gehe ich mit Informationen aus Hintergrundgesprächen, Pressekonferenzen und bei "zufälligen" Begegnungen um? Wie bereite ich mich selbst und die Gesprächspartner auf ein Live-Gespräch vor? Wie wird richtig zitiert? Wann muss man Interviews autorisieren lassen? Was ist Quellentransparenz oder Informantenschutz? Das sind nur einige von vielen Fragen, vor denen auch der Nutzer eines Bürgerradios steht. Dieser Kurs zur journalistischen Praxis wird in einem 2. Teil zu dialogischen Formen fortgeführt.


Journalistische Praxis: dialogische Formen

 

Seminar zu Kommunikationssituationen
Interview und Gespräch im Studio oder am Telefon, Umfrage oder Round Table, Live oder Aufzeichnung – jede Kommunikationssituation verlangt von einem Redakteur besondere Fähigkeiten (Agieren und Reagieren). Den Seminarteilnehmern werden Grundlagen der inhaltlichen und methodischen Vorbereitung solcher Gesprächssituationen vermittelt. Sie bekommen eine Einführung in die Psychologie der Gesprächsführung und viele praktische Tipps von einem erfahrenen Journalisten.


Bumper, Stinger und gemachten Betten Ein praktischer Crashkurs zur Jingle- und Teaserproduktion
Neben Einblicken in professionelle Produktionstechniken steht die Produktion der eigenen Teaser im Vordergrund. Ein Blick in die Trickkiste, technisch wie inhaltlich: "Wie bringe ich in kurzer Zeit möglichst viel Information verständlich an den Hörer?"


2009 - Jahr der
Demokratie

Vortragsreihe zum Superwahljahr
Der Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat das Jahr 2009 zum "Jahr der Demokratie" in Thüringen ausgerufen. Denn in dieses Jahr fallen große politisch-historische Jubiläen wie: 90 Jahre Weimarer Reichsverfassung, 60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre friedliche Revolution. 2009 ist daneben auch ein Superwahljahr. Radio Funkwerk möchte mit einer Vortragsreihe alle ehrenamtlichen Radiomacher auf die Berichterstattung bei den vier in Thüringen anstehenden Wahlen vorbereiten. In den Themenprojekten des zweiten Halbjahres werden die Ereignisse des Jahres 1989 im Vordergrund stehen.


Wahlgang '09

 

Wahlgang ´09
Workshop zur Wahlberichterstattung
Nach der Vortragsreihe zum Jahr der Demokratie in der ersten Hälfte des Superwahljahres, den Workshops zu den Europa- Kommunal- und Landtagswahlen laden wir alle interessierten Nutzer ein, in der Redaktionsgruppe zur Bundestagswahl 2009 mitzuarbeiten. Bis zum Urnengang am 27. September werden wir die Kandidaten der Parteien zu ihren Lösungsansätzen aus der Krise und ihren politischen Zielen befragen. Um möglichst viele Bürgermeinungen einzufangen, stellen wir unsere Bürgerbox in der Stadt auf. Die Ergebnisse der Arbeit der Redaktionsgruppe werden in der Reihe „Stadtgespräch“ ausgestrahlt, im Internet zum Nachhören bereitgestellt und innerhalb eines Thementages am 26. September 2009 noch einmal präsentiert.



Der gebaute Beitrag

 

Einführung
Autorentext - O-Ton - Autorentext - O-Ton - Autorentext. Und - war das schon alles? Wie finde ich einen guten Einstieg für meinen Beitrag? Was heißt eigentlich "anfeaturen"? Macht ein produzierter Beitrag nicht zuviel Arbeit? Sollte ich die Anmoderation nicht lieber selbst schreiben? Ein Beitrag kann einfach "hingehauen" oder ein kleines "Kunstwerk" sein.


Grundlagen der Moderation

Einführung und Übungen
"Ja, hallo erstmal" - diesen Spruch verzeiht man höchstens Rüdiger Hoffmann. Als Begrüßung im Radio sind solche Sätze zumindest im Dauergebrauch völlig daneben. Doch was ist eine Moderation? Und wie ist sie aufgebaut? Gibt es ein Geheimrezept? Und was ist ein Three Element Break oder eine Moderatoren-Meldung? Dieser Kurs gibt Einblicke in den Aufbau einer Moderation, zeigt typische Moderationsfehler und wie man sie vermeidet. In einer praktischen Übung werden die ersten eigenen Moderationen geschrieben und ausgewertet. Es kann auch ein Air-Check mitgebracht werden.


Das Interview

Einführung, Fragetechnik und Übungen
Was kann ich tun, wenn mein Gesprächspartner gar nicht mehr aufhört zu reden? Was habe ich falsch gemacht, wenn mein Interviewpartner immer nur sehr einsilbig antwortet? Was ist eigentlich eine Suggestivfrage? Wie ist es mit der rechtlichen Seite? Und wie soll ich überhaupt mein Mikro halten? Was mache ich bei einer Straßenumfrage? Diese und andere Fragen sollen in diesem Kurs geklärt werden.


Journalistische Darstellungsformen im Überblick

Einführung und Übungen Wo verläuft die Trennlinie zwischen Information und Meinung, zwischen Nachricht und Kommentar? Was sind die "großen Ws" und die "drei Ns" im Nachrichtengeschäft? Wie bereitet man eine Reportage vor? Und warum "feature" ich einen Beitrag an? In diesem Kurs lernen die Teilnehmer die Formen im Hörfunk kennen, die sie nutzen können, um ihre Themen und Inhalte zu transportieren.


Lokal ist nicht banal

Lokalnachrichten im Radio
Was passiert in der Straße, im Viertel und in der Stadt? Hat der Lieblingsverein gewonnen? Wann wird der Bahnhof endlich fertig umgebaut sein? Was hat der Stadtrat entschieden? Für die meisten Leute sind Antworten auf solche Fragen wichtiger als Nachrichten aus aller Welt. Sie wollen zuallererst Nachrichten aus „ihrer Welt“, aus ihrem Umfeld haben. Lokal ist also nicht banal, sondern spannend. Was ist eine Lokalnachricht? Was muss ich beim Schreiben beachten? Wie spüre ich in Neuigkeiten auf?


Vom Ticker in den Äther

Die Moderationsmeldung im Radio
Agenturen, Zeitungen, Zeitschriften und das Internet sind voller Neuigkeiten aus Politik, Sport, Kultur, Unterhaltung… Aber Radiomoderatoren können nicht einfach mit einer Zeitung ins Studio verschwinden und daraus vorlesen. Sie machen aus dem, was sie irgendwo entdecken, eine Moderation. Und das heißt: Sie schreiben für ihre Hörer nach bestimmten Regeln einen kurzen Text – eine Moderationsmeldung, kurz eine Modmeldung, noch kürzer eine Mod. Die sollte im besten Falle informativ und unterhaltsam, gern auch mal witzig sein.


Der ratlose
Reporter

Die Reportage im Radio
Im Studio klangen seine Texte stets geschliffen, jedes Wort war wohl gesetzt. Gut, er hatte ja auch alle Zeit der Welt, seine Sendung vorzubereiten. Doch dann musste er einmal raus auf die Straße und live berichten. Was sollte er denn erzählen? Einfach drauflos ohne Punkt und Komma? Oder Leute zu Wort kommen lassen? Wie fängt man an und wie hört man auf? Hätte er doch bloß am Reportageseminar teilgenommen. Dort hätte er gehört, dass sich Reportage nicht umsonst auf Blamage reimt – weil man einiges falsch machen kann. Doch: Mit ein paar Regeln im Kopf und Liebe zur Sache macht die Reportage vor allem jede Menge Spaß…


Theater für die Ohren

Alle nötigen Grundbegriffe einer Hörspielproduktion werden erklärt und auch gleich in die Tat umgesetzt. Unter Anleitung von zwei professionellen Radiomachern soll ein sendbares Hörspiel mit bis zu 15 Minuten Länge entstehen.


Hörspiel- Workshop

Alle nötigen Grundbegriffe einer Hörspielproduktion werden erklärt und auch gleich in die Tat umgesetzt. Unter Anleitung von zwei professionellen Radiomachern soll ein sendbares Hörspiel mit bis zu 15 Minuten Länge entstehen.


Recherche-Workshop

Einführung und Übungen
Die Fülle der Informationen wird immer größer. Doch sind die Tiefen des World Wide Web allein die „Wunderquelle“ der Informationsbeschaffung? Welche Recherchemöglichkeiten stehen überhaupt zur Verfügung? Welche Informationsquellen gibt es? Wie baut man Kontakte auf? Was ist ein Thema von öffentlichem Interesse? Welchen Aufwand muss man für eine gute Geschichte betreiben von der Idee bis zum Radiobeitrag?


Kleine Mikrofonkunde

Kurs für Einsteiger und Fortgeschrittene
Schon bei der Aufnahme von O-Tönen entscheidet sich, wie der Beitrag später akustisch über den Sender gehen wird. Und dafür ist es wichtig, das richtige Mikrofon auszuwählen - also Kugeln, Keulen und Nieren. Neben dem Kennenlernen der Funktionsprinzipien und Wirkungsweisen von Mikrofonen werden auch Problemsituationen des Aufnahmealltags durchgespielt oder der Unterschied zwischen XY, AB und MS-Stereofonie erläutert.


Primetime
im Radio

Primetime im Radio, Workshop zur Morgensendung Funkwecker
Sie begleitet den Hörer beim Aufstehen, beim Frühstück, auf dem Weg zur Arbeit und ist das Herzstück eines jeden Radiosenders - die Morningshow. In dem einwöchigen Workshop soll den Teilnehmern vermittelt werden, wie Themen lokal aufbereitet werden können und welche Formen der Präsentation am besten für deren Umsetzung geeignet sind. Weitere Schwerpunkte des Workshops sind die Auswertung von Pressemitteilungen und das Schreiben fürs Hören. Last but not least geht es auch um die richtige Musikauswahl am Morgen. Schließlich soll der Hörer nicht vor Schreck das Frühstücksei fallen lassen.


lokal ist nicht
trivial

Wer hat die besten Chancen der neue Oberbürgermeister zu werden, wo entstehen neue Radwege und wann wird endlich das neue Fußball-Stadion gebaut? Lokale Nachrichten sind für die Hörer oft wichtiger als die großen Weltnachrichten. Schließlich sind die Hörer von diesen Nachrichten manchmal sehr direkt betroffen. Lokalnachrichten sind schwieriger zu schreiben als Weltnachrichten. In der Regel gibt es keine Agentur- meldungen als Grundlage. Lokale Nachrichten sind oft zu 100 Prozent selbst recherchiert. Außerdem werden sie von den Hörern noch kritischer als die Welt-Nachrichten betrachtet. Fehler fallen schneller auf. Eine weitere Kunst ist die richtige Formulierung der lokalen Nachrichten. Nur so gelingt der Spagat zwischen guter lokaler Berichterstattung und provinziellen Belang-losigkeiten. Ein positives Beispiel war im Jahr 2009 die Berichterstattung der lokalen Medien rund um das neue Erfurter Stadtlogo.


Die Welt mit
den Ohren sehen

Als Praxispartner des interdisziplinär ausgerichteten Masterstudienganges Kinder- und Jugendmedien an der Universität in Erfurt bietet Radio Funkwerk ein Seminar zum Radiomachen für kleine Hörer an. Die Lehrveranstaltung vermittelt das redaktionelle und technische Grundwissen für die Produktion von Hörfunkbeiträgen für Kinder. Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars wird die Hörspielbearbeitung einer Geschichte und deren praktische Umsetzung sein. Die Ergebnisse der studentischen Radioarbeiten werden im Rahmen des Kinderradio-Projektes „Fledermausfunk“ ausgestrahlt.


Organist und Melodienerfinder

Johann Sebastian Bach, der Großmeister des Kontrapunktes und ein Melodienerfinder, der seines gleichen sucht, wurde von seinen Zeitgenossen als Komponist kaum wahrgenommen. Bekannt war er vielmehr als Organist, Cembalo-Virtuose und als Meister der Improvisation. In Thüringen genoss er zu seinen Lebzeiten einen ausgezeichneten Ruf als Orgelgutachter. Viele Werke Bachs sind verloren gegangen: Vermutlich zwei vollständige Jahrgänge von Kirchenkantaten, drei Passionen, fast alle Instrumentalmusiken der Köthener Zeit. Das heißt, dass auch wir nie wissen werden, wie groß Johann Sebastian Bach wirklich war. Und auch über den Menschen Johann Sebastian sind nur spärliche Fakten überliefert. Zumal der wohl ein lausiger Briefschreiber war. Es gibt auch nur ein verbürgtes Gemälde. Das stammt aus Bachs Zeit als Thomaskantor in Leipzig. Das Bild wurde mehrfach restauriert und darum ist es fraglich, ob es heute noch all zu viel Ähnlichkeit mit dem wirklichen Johann Sebastian Bach hat. Wir wissen, dass wir nicht all zu viel wissen über Bach, den Weltstar aus Thüringen. Aber seine Musik - die ist uns geblieben, die ist unsterblich. Der Workshop gibt eine Einführung in das Leben und Werk des Komponisten und lädt darüber hinaus die Teilnehmer ein, über die Bachwochen 2010 zu berichten.


Der Index steigt, die Konjunktur schwankt

Um heute viele Nachrichtenmeldungen richtig zu verstehen, braucht man fast schon eine wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung. „Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch“, so einst Ludwig Erhard, der Erfinder der sozialen Marktwirtschaft. Aber stimmt das angesichts der Finanzkrise noch? Funktioniert dieses sich einfach selbst regulierende Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage noch? Der amerikanische Soziologe Immanuel Wallerstein hält den Kapitalismus für ein System, welches “bemerkenswert und außergewöhnlich die meisten Güter und den größten Reichtum produziert hat.“ Trotzdem prophezeit er sein Ende. Der Wirtschaftsprofessor Lester Thurow hingegen sieht keine Alternative zum Kapitalismus, schließlich sei der Sozialismus gescheitert. Schreibt aber dann Sätze wie: “Der Kapitalismus ist im Grunde eine Lotterie, die sehr viele Mitspieler braucht, um eine sehr kleine Zahl von sehr großen Gewinnern hervorzubringen.“ Der Themenworkshop bietet keinen Grundkurs für angehende Wirtschaftswissenschaftler. Er gibt vielmehr Anleitung zum journalistischen Arbeiten, zum Recherchieren und zum Befragen von Experten angesichts eines schwierigen Themas.


Vom Hörereignis zum Parameter
und zurück

Jeder Ton ist eine Schallwelle. Je schneller sie schwingt, desto höher ist die Frequenz. Aber wird der Ton damit auch lauter? Die Lautstärke wird eigentlich in Phon gemessen. Aber warum pegeln wir eine Aufnahme auf 0 dB aus? Zwischen Hörschwelle und Schmerzgrenze liegen 130 dB. Ein Pegelunterschied von 6 dB führt zu einer Verdopplung oder Halbierung des Signals. Von Samplingrate über Headroom bis Signal-Noise-Ratio begegnen uns im Studioalltag viele dieser technischen Begriffe. Diese Schulung hilft, sie zu verstehen und sinnvoll anzuwenden.


Deutschland einig Vaterland

Einheit und Freiheit, das waren seit dem 19. Jahrhundert zentrale Begriffe, die die Deutschen bewegt haben - und besonders während der Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg. Erst mit der Wiedervereinigung 1990 wurde die „deutsche Frage“ gelöst – eine Einheit in Freiheit. Das alles konnte nur im Einvernehmen mit den vier Mächten, den Vereinigten Staaten, der Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich, sowie mit den Nachbarländern geschehen. Ein historisch einmaliger Prozess und ein rasanter. Vom Fall der Mauer vergingen nur acht Monate bis zur Währungsunion und elf bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober. Und schon im Dezember 1990 wurde das erste gesamtdeutsche Parlament seit 1932 frei gewählt. Politisch gesehen, haben die Deutschen alles richtig gemacht. Aus ökonomischer Sicht gestaltete sich der Prozess sehr viel schwieriger. Durch die Wirtschafts- und Währungsunion sind die ost-deutschen Betriebe unvorbereitet in den gesamtdeutschen und auch den globalen Wettbewerb gestürzt. Auch 20 Jahre später gibt es in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der einzelnen Bundesländer ein Ost-West-Gefälle und umgekehrt auch in den Transferleistungen. Die neuen Bundesländer kämpfen mit einer hohen Arbeitslosigkeit und Bevölkerungsschwund.


Mikrophonsprechen

Die Wirkung von gesprochenen Textvorlagen entsteht aus der Fähigkeit der Sprecher, die Mitteilung und den Gestus des jeweiligen Textes zu erfassen und in lebendigem und unmittelbarem Sprech-Reden erlebbar zu machen. Die Professionalisierung des Mikrophonsrechens kann durch Training erreicht werden. Das betrifft das Sprech-Denken als Lesebasis, den Aufbau einer funktionalen Sprechhaltung und die Dynamik des Ausdrucks. Trainiert werden in diesem Kurs Notationsverfahren zur gedanklichen und expressiven Textstrukturierung, assoziatives Denken als Basis des Sprechens sowie Techniken zur dynamischen und variablen Sprechweise als Mitteilungshaltung.


Young Leaders

Eine Veranstaltung der Stiftung für politische und christliche Jugendbildung e.V. mit Unterstützung der Ludwig-Erhard-Stiftung, der Heinz Nixdorf Stiftung sowie das Bundesministerium der Verteidigung.


Den Teufel mit Tinte vertreiben

Die Luther-Dekade 2008 - 2017 in Vorbereitung des 500. Jahrestages des Thesen-Anschlages von 1517 hat bereits begonnen. Die Stadt Erfurt widmet nun der Romreise des Reformators 2010/11 ein kulturelles Doppeljahr. Geplant sind zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Ausstellungen und ein Multimediaspektakel. Mit dem Themenprojekt zu Martin Luther will auch das Bürgerradio einen Beitrag leisten. 1501 kam der junge Martin Luther zum Studium der Rechtswissen-schaften nach Erfurt. 1505 trat er gegen den Willen seines Vaters in den Orden der Augustiner Eremiten ein. Fünf Jahre später sandte ihn der Erfurter Konvent nach Rom, um Streitigkeiten innerhalb des Ordens zu klären. Mit der Überzeugung „Es gibt keinen Zweifel, dass die römische Kirche von Gott vor allen anderen geehrt sei.“, machte sich der Mönch 1510 auf die beschwerliche Pilgerreise in die „Ewige Stadt“. Doch als ihn Jahre später der päpstlichen Bann trifft, schrieb er enttäuscht: „Gibt es eine Hölle, so steht Rom darauf.“ Der Streit mit Papst und Kaiser haben das „sächsische Mönchlein“ in seiner Zeit eben so bekannt gemacht wie seine virtuose Nutzung der damals neuen Medien. Die Reformation kam als Medienkampagne daher. Ohne die Erfindung der Druckkunst hätten die Ideen Luthers niemals so eine Öffentlichkeitswirkung entfalten können. Tinte und die deutsche Sprache waren die erfolgreichen publizistischen Mittel der Bewegung. Die Legenden um den Reformator Luther nahmen dagegen noch den alten Weg, den der Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Hammerschläge an die Wittenberger Schlosskirche oder der Tintenfleck auf der Wartburg, so symbolträchtig sie sein mögen, gehören eher in das Reich der Fama.

+++Wir hören uns. Radio Funkwerk in Erfurt: 96,2 und in Weimar: 106,6MHz +++ Im Kabel hört Ihr uns in Erfurt, Weimar, Apolda, Sömmerda, Gotha und Arnstadt auf 107.9MHz+++