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fledermausfunk   Die Luther-Dekade 2008 - 2017 in Vorbereitung des 500. Jahrestages des Thesen-Anschlages von 1517 hat bereits begonnen. Die Stadt Erfurt widmet nun der Romreise des Reformators 2010/11 ein kulturelles Doppeljahr. Geplant sind zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Ausstellungen und ein Multimediaspektakel. Mit dem Themenprojekt zu Martin Luther will auch das Bürgerradio einen Beitrag leisten.

1501 kam der junge Martin Luther zum Studium der Rechtswissenschaften nach Erfurt. 1505 trat er gegen den Willen seines Vaters in den Orden der Augustiner Eremiten ein. Fünf Jahre später sandte ihn der Erfurter Konvent nach Rom, um Streitigkeiten innerhalb des Ordens zu klären. Mit der Überzeugung „Es gibt keinen Zweifel, dass die römische Kirche von Gott vor allen anderen geehrt sei.“, machte sich der Mönch 1510 auf die beschwerliche Pilgerreise in die „Ewige Stadt“. Doch als ihn Jahre später der päpstlichen Bann trifft, schrieb er enttäuscht: „Gibt es eine Hölle, so steht Rom darauf.“

Der Streit mit Papst und Kaiser haben das „sächsische Mönchlein“ in seiner Zeit eben so bekannt gemacht wie seine virtuose Nutzung der damals neuen Medien. Die Reformation kam als Medienkampagne daher. Ohne die Erfindung der Druckkunst hätten die Ideen Luthers niemals so eine Öffentlichkeitswirkung entfalten können. Tinte und die deutsche Sprache waren die erfolgreichen publizistischen Mittel der Bewegung.

Die Legenden um den Reformator Luther nahmen dagegen noch den alten Weg, den der Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Hammer-schläge an die Wittenberger Schlosskirche oder der Tintenfleck auf der Wartburg, so symbolträchtig sie sein mögen, gehören eher in das Reich der Fama.


Statement von Dr. Thomas Seidel, Beauftragter der Thüringer Landesregierung zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017
Den Teufel mit Tinte vertreiben


Wer recht studieren wolle, der gehe nach Erfurt!
Die Studienzeit Martin Luthers an der Hierana
 

Die Reformation war eine Medienkampagne
Die "schwarze Kunst" in Erfurt
 

Doppelte Buchführung
Ein Beitrag aus dem Adam-Ries-Projekt 2009
 

Statement Reinhard Werneburg, Regionalbischof ev. Probstei Erfurt
Den Teufel mit Tinte vertreiben
 

Kaiser, Papst und Fürst Friedrich
Martin Luthers irdische Herren
 

Halb im Jenseits, halb auf Erden
Das Weltbild des Mittelalters
 

Das Geschäft mit dem Glauben
Martin Luther und Jakob Fugger
 

Kassensturz im Schwarzen Kloster
Das Wunder der Speisung der 5000
 

Statement Richard Schaefer, Deutsch- und Geschichtslehrer, Gewerkschafter
Den Teufel mit Tinte vertreiben
 

Eine Predigt an die deutschen Fürsten
Thomas Müntzer und der Bauernkrieg
 

Statement Bruno Heller, Domkapitular und Direktor des Caritasverbandes der Diözese Erfurt
Den Teufel mit Tinte vertreiben
 

In häuslichen Dingen füge ich mich Käthe
Katharina Luther - eine berufstätige Hausfrau und Mutter
 

Zeitreise Reformation
Nachrichtenmeldungen aus dem 16. Jahrhundert
 

494 Jahre nach dem Thesenanschlag
Was eint die Konfessionen und was trennt sie?
 

Abmoderation
Den Teufel mit Tinte vertreiben
 



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